Am 26. November 2005 erstand ich auf einer Börse 6 junge Leptopelis
vermiculatus. Die Tiere waren ca. 2 cm groß und wirkten schlecht genährt.
Sie kamen in ein Terrarium 40x40x60, eingerichtet mit einem Wasserbecken,
kleinen, zusammenbebastelten Wasserlauf, Kokossubstrat und Moos als
Bodengrund, ein Blumentopf mit einer Strahlenaralie, Kokusnusshälften mit
kleinen Grünlilien. Als Kletter- und Sitzmöglichkeit Bambusstab und
Korkeichenast.
Gefüttert wurden die Kleinen mit Fruchtfliegen, die sie kaum annahmen, und
erfolgreicher mit kleinen Heimchen, die mit handelsüblichen
Kalk/Vitaminpräperat, alle 1-2 Fütterungen bestäubt wurden. Alle 6 sind fleissige Esser und wuchsen auch schnell in Breite und Länge.
Eines der Tiere setzte sich deutlich im Wachstum ab (Weibchen?) und war nach 2
Monaten schon ca. 4 cm groß. Die anderen Tiere massen nach 2 Monaten um die
3 cm. Als zusätliches Futter konnte ich dann männliche Bananenschaben und
Terflys, die gierig angenommen wurden, reichen.
Nach ca. einen Monat war das erste leise Gequake (vom Klang her zwischen Ente
und Katze) zu hören.
Ende Jänner 2006 wurde die Gruppe in ein größeres Terrarium (60x50x80)
gesetzt. Ich verzichtete auf Bodengrund und stellte eine größere Schale mit
Wasser und eine mit Moos ins Becken. Klettermöglichkeit wieder mit Bambus und
Korkeiche. Bepflanzung mit Efeutute und Grünlilie.
Ich halte die Tiere bei Zimmertemperatur. Beleuchtet wird mit einer
Leuchstoffföhre und einem Strahler 11 Stunden, sodass die Temperatur um die 27°C (in der
Nacht kühler) ist. Die Luffeuchtigkeit liegt bei ca. 60%RLF, in der Nacht bei ca. 80%.
Untertags suchen sie sich einen Ruheplatz in den Terrarienecken und kleben
sich dort am liebsten an die Glasscheiben, manchmal auch an Blätter der
Pflanzen.
Nachts setzen sie sich auf die Dekoration und lauern auf Nahrung, die
geschickt gejagd wird. Highlights sind dabei die Terflys, die von der
Terrariendecke geholt werden. Dabei springt der Frosch an die Decke, fangt die
Fliege und wandert dann noch ein paar Schritte an der Decke weiter, bis er
wieder runterspringt und sicher auf der Dekoration landet.
Klemens
28.01.2006