Leptopelinae sind afrikanische Laubfrösche und bilden eine Unterfamilie der Arthroleptidae. (Ehemals wurden sie zu den Riedfröschen - Hyperoliidae gezählt)
Die Tiere sind etwa 5-10 cm groß. Die Weibchen oft deutlich größer als die
Männchen. Manchen Arten haben in ihrer Jugend ("Jugendkleid") eine andere
Färbung als im adulten Stadium.
Das Jugendkleid ist dann grün. Oft sind sie braun gefärbt mit einer dünkleren Musterung am Rücken, die Unterseite ist hell gefäbt. Etwas buntere Arten sind z.B. L. barbouri und L. ulugurensis. Die Augenfarbe geht von Dunkelbraun - goldgelb bis rot (z.b. L. parkeri). Die Unterscheidung der einzelnen Arten erweist sich oft als sehr mühsam, weil sich viele Arten sehr
ähnlich sind und oft durch ihr geographisches Vorkommen unteschieden werden.
Manche Arten wurden auch aufgrund von Einzelfunden bestimmt.
Die Pupille ist senkrecht und die Augen für Nachttiere typisch groß, was ihnen
u.a. auch den Namen "afrikanischer Großaugenlaubfrosch" eingebracht hat.
Dadurch lassen sie sich von anderen Familien gut unterscheiden. Afrixalus, die
ebenfalls vertikale Pupillen haben, sind deutlich kleiner und schlanker. Ihre
Haftschalen an den Zehen machen sie zu ausgezeichneten Kletterer
("Waldsteigerlaubfrosch")
Typisch für diese Frösche ist, dass sie sich in den Trockenzeiten im feuchten
Erdreich vergraben und in den feuchteren Jahreszeiten dann wieder aktiv sind.
Ihr Gelege wird ins feuchte Erdreich oder Moos gelegt, wobei nach dem Schlüpfen die Kaulquappen dann ihren Weg zum Wasser finden.
Ihr Ruf wird als kurzer "Klack" beschrieben. Manche Arten rufen melodiöser.
Die Frösche können im Terrarium gehalten werden. Dafür eignet sich ein dicht
bepflanztes Terrarium mit Wasserstelle. Da die Frösche gerne graben, sollte
der Bodengrund aus Erde oder erdähnlichem Substrat bestehen. Die Temperatur
sollte um die 24°C sein. Eine zusätzliche Heizung dürfte also in einem
Wohnraum nicht nötig sein. Die Beleuchtung und ein Strahler werden die
notwendige Temperatur herstellen. Als Futter dienen die üblichen
Futterinsekten. Die Luftfeuchtigket ca. 60-70% RLF, am Abend sprühen und in
der Nacht darf die Temperatur ohne Weiteres auch etwas geringer sein (ca.
22°C).
Als Becken sollten 60x50x80 cm für 1-3 Tiere eingeplant werden. Wenn die Weibchen
deutlich größer sind als die Männchen sollten sie in einem eigenen Becken
untergebracht werden, um Kannibalismus zu vermeiden.
Leptopelis sind nachtaktiv und verbringen den Tag auf Blättern, manchmal auch
im Moos. Es kann durchaus vorkommen, dass sie sich einige Tage im Substrat
vergraben.
Klemens
Bilder: Copyright by TB 2005
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